Kunst am Platz

Kunstinstallationen zum Nachdenken

 

AN APPARATUS FOR DIVINING CAPITAL

Marcus Bowcott und Helene Aspinall

„Trans Am Totem“ ist eine Skulptur, die der kanadische Bildhauer und Maler Marcus Bowcott gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene Aspinall für die Vancouver Biennale 2015 geschaffen hat. Noch immer steht sie dort an der Kreuzung der Quebec Street und der Milross Avenue östlich des Stadtzentrums von Vancouver und erfreut die Bewohner und Passanten. Sie ist ein imposantes Plädoyer für Umweltschutz und gegen die Konsumgesellschaft. Deswegen hat Tollwood das Paar gebeten, eine Skulptur für das Sommerfestival zu schaffen. Diese trägt den mehrdeutigen Titel „An Apparatus for Divining Capital“ und wird sich natürlich dem heimischen Automarkt anpassen: Der Baum ist eine Weide, auf ihr ruhen eine Mercedes A-Klasse, ein VW Golf Cabriolet, ein Audi 80 und ein BMW 7er. Der Deutschen liebstes Kind, fixiert in einer Pyramide, die sich in den Himmel schraubt … und zu kippen droht.

Marcus Bowcott An Apparatus for Divining Capital

© Robert Earnest

 

COSMIC TRANSPORT COMPANY

Ludwig Frank und Mukai Katsumi

Beide Künstler und Bildhauer verbindet eine langjährige Freundschaft untereinander und zum Tollwood Festival. Sie haben in zahlreichen Projekten in Europa und Asien zusammengearbeitet. Mukai Katsumi lädt die Tollwood-Besucher ein, an einem seiner Holzschnitz-Workshops teilzunehmen. Zum Festivalthema Mobilität haben Ludwig Frank und Mukai Katsumi einen Alien-Shuttle erdacht und gestaltet. Dieser ist nicht nur ein kleines ästhetisches Wunder, er wird auch die Besucher übers Festivalgelände befördern. Wo sie den Shuttle bei ihrem Besuch finden: im Eingangsbereich des Festivals; und mit etwas Glück fährt er an einer der Cosmic-Transport-Company-Haltestellen auf dem Gelände vorbei. Workshop- und Shuttlezeiten entnehmen Sie bitte den Infotafeln an der Kasse.

 

Fahrrad aus StyrodurAUF AUGENHÖHE

Frei nach Mark Niehüsers Rapid Protesttyping, UNI Kassel

Dass man mit Kunst im öffentlichen Raum erfolgreich für „mehr Raum fürs Rad“ werben kann, haben Architekturstudenten aus Kassel bereits im Jahr 2012 bewiesen. Sie gestalteten riesige Piktogramme von Fahrrädern und Fußgängern aus Hartschaum und postierten diese auf den Straßen, als Protest gegen die autoverliebte Verkehrspolitik in Kassel. Auf Tollwood tauchen diese überdimensionalen Piktogramme wieder auf und zwar „Auf Augenhöhe“. Zum Nachdenken regt diese Aktion allemal an. Spätestens wenn Sie das eine oder andere Kunstwerk plötzlich auf einer vielbefahrenen Straße oder Kreuzung in München wiederfinden. Die Aktion wird in Kooperation mit Green City e. V. realisiert.

 

VERKEHRSSCHILDER

Anna Allkämper

Verkehrsschilder dienen nicht immer einem besseren Verkehrsfl uss. Das erlebt man überall im alltäglichen Wahnsinn auf den Straßen. Die in Wien lebende Berliner Künstlerin Anna Allkämper hat sich Deutschlands Liebe zum Schilderwald auf ironische Weise angenommen und für Tollwood gut zwei Dutzend Schilder entworfen, die nur auf den ersten Blick dem Straßen reglement zu dienen scheinen. Ihr wahrer Zweck: darüber nach zudenken, wie wir dem Verkehrswahnsinn künftig mit schlauen Lösungen Herr wer den. Und natürlich auch: über die Schilder zu lächeln.

 

AUTOSCHAUKEL

Adam Stubley

Von Adam Stubley gebaut, zieht die Autoschaukel aus dem winterlichen Weltsalon auf den Andechser Berg. Dort wandelt sich das Auto vom Platzfresser zum Lebensraum und Traumraum. In dieser Hollywoodschaukel kann man die Seele baumeln lassen.

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