Kunst am Platz – Das ganze Festival als Galerie

Kunst Plakatpyramide Tollwood Plakate

Plakat-Pyramide

Wer erinnert sich noch an die faszinierende Gestalt des französischen Artisten Johann Le Guillerm auf dem Tollwood-Plakat 2004? Wer an die auf dem Trapez schaukelnde Akrobatin in tiefem Blau auf dem Plakat des Jahres 2000? Wer an die kühl erotische Frau von „Chaos Royal“ anno 1997 oder gar an Joan Armatrading von 1992? Vom allerersten, der wilden Kleinkünstlerversammlung in Schwarzweiß, ganz zu schweigen. Plakate können Geschichten erzählen. Deshalb hat Adam Stubley zum 30. Tollwood-Geburtstag ein Kunstwerk aus allen Plakaten geschaffen: eine Pyramide als historischen Rückblick.

Ein Gästebuch – Euer Tollwood

Wer glaubt, im Zeitalter von Facebook und Twitter habe sich das gute alte Gästebuch überlebt, der irrt. Tollwood widmet seinen Gästen anlässlich des 30. Geburtstages beim Sommerfestival ein besonderes Gästebuch: Mit einer Größe von über einem Meter bietet es ausreichend Raum für Geburtstagsgrüße und Anekdoten. Die über ihm thronende Blume macht das Gästebuch zu einem echten Kunstwerk. An den Wochenenden werden Speed-Zeichner die Gedanken der Besucher visualisieren.

SPEED-ZEICHNEN

Die beste Freundin kennengelernt? Beim Flanieren ein Geschenk auf dem Markt gefunden oder die Lieblingsband live gesehen? An den Wochenenden können Sie erleben, wie sich Ihre Erinnerungen durch die flinken Hände der Speed-Zeichner Lisa Schmidt und Van Bo Le-Mentzel in kreative Illustrationen im übergroßen Gästebuch verwandeln.

Tableau 30 Jahre Tollwood

Ein Kunstwerk als perfekte Zeitmaschine: Tollwood hat ein großes, in sich bewegliches Tableau gestaltet, in dem wichtige Geschehnisse aus 30 Jahren Festivalgeschichte skizziert sind. Lustige, kleine, gewaltige, nebensächliche, unvergessliche und vergessene Ereignisse, die einem vielleicht wieder einfallen, wenn man sich in dieses 8 Meter lange und 2,80 Meter hohe Kunstwerk vertieft. Auf 32 Drehtafeln finden sich solche Geschichten – gemalt von der Straßen- und Kulissenmalerin Artemisia – manchmal ein bisschen verfremdet, aber immer nachvollziehbar; vor allem dann, wenn man selber dabei gewesen ist, damals, als es gerade passierte.

PAVILLON DER ARTENVIELFALT

Ein Ort, zum Umdenken, ein Aktionsort. Es geht hier um nichts weniger als ums Überleben. Um das Überleben von Bienen, von Pflanzen, von Leben auf der Erde. Also auch um das Überleben von uns Menschen. Denn wenn die Biene stirbt, bleibt dem Menschen auch nicht mehr viel Zeit, das hat, in anderen Worten, auch schon Albert Einstein so gesagt. Im „Pavillon der Artenvielfalt“ aber wird auch gezeigt, was man tun kann, um das Massenaussterben zu stoppen. Dies ist kein Ort des Jammerns, sondern ein Ort der Aktion.

Kunst Mukai Katsumi und Ludwig Frank Family

© Mukai Katsumi

Mukai Katsumi / Ludwig Frank

Family

Seit mehr als 20 Jahren arbeiten der österreichische Künstler Ludwig Frank und der japanische Bildhauer Mukai Katsumi schon zusammen, oft auch im Rahmen des Tollwood Festivals. Zum Jubiläum gestalten sie ein Projekt mit dem programmatischen Titel „Family“. Hier wird nicht nur die Tollwood-Familie mit ihrem Publikum gefeiert, die Familie als solche ist gerade Mukai Katsumi immer wieder Antrieb zur künstlerischen Idee, hat er doch auch viel in Japan gewirkt, wo der Begriff der Familie eine uralte, sehr gewichtige Tradition hat. So werden auf dem Gelände während des Festivals zehn Menschensymbole entstehen, die das Motto „Miteinander“ zum Sinnbild haben.

Kunst Fahnen Beate Oehmann

© Gisela Wember

Beate Oehmann

Fahnen

Ihre Kunst flattert im Wind, ihre Kunst hängt in der Luft, ihre Kunst ist vor allem vergänglich. Beate Oehmann, in Weilheim lebende Künstlerin, hat sich unter anderem die Fahne als künstlerisches Objekt ausgesucht. „Ich mache Fahnen, weil ich mich gerne im Raum ausbreite. Ich will den Raum besetzen, aber nur kurzfristig“, sagte Oehmann in einem Interview. Ihre Kunstfahnen haben Schlitze, durch die der Wind pfeifen kann, durch die man aber auch Geheimnisse entdecken kann. Für Tollwood hat Beate Oehmann anlässlich des 30. Jubiläums nun eigens Fahnen ausgewählt, die voller Farbigkeit Freude vermitteln sollen. Kunst in der dritten Dimension, und immer in Bewegung.

Kunst Wir, alle Skulptur

© Bernd Wackerbauer

Adam Stubley

Wir Alle

„Wir, alle“ lautete das Motto des Winterfestivals 2017. Weil „Wir, alle“ uns dort erfreuen sollten am kunterbunten Treiben, aber auch, weil „Wir, alle“ für unsere Zukunft verantwortlich sind. Darauf aufmerksam zu machen, war schon immer ein zentrales Anliegen von Tollwood. Die riesige Skulptur aus dem Winter wird nun am Andechser Berg daran erinnern.

Das könnte Sie auch interessieren:

Blumenwiese

Pavillon der Artenvielfalt

Wenn die Bienen sterben, stirbt auch der Mensch.

Tollwood Sommerfestival

30 Jahre Tollwood

27.6. – 22.7.2018 | Olympiapark Süd

Anzeige
Anzeige
Anzeige