Kunst am Platz

Das ganze Festival als Galerie

Wir, alle SkulpturAdam Stubley

WIR, ALLE: EINGANGSKUNSTWERK UND SKULPTUREN

Der über acht Meter hohe Weihnachtsbaum im Eingangsbereich ist mit 150 Menschenfiguren aus Holz geschmückt. Er steht für das diesjährige Festival-Motto „Wir, alle“ und ist Symbol dafür, dass eine Stadtgesellschaft aus unendlich vielen Menschen unterschiedlichster Schattierung besteht – und dass jeder einzelne etwas dazu beitragen kann. Dementsprechend können auch „Wir, alle“ Teil dieses Kunstwerks werden und Figuren im Vorfeld des Festivals gestalten.

Darüber hinaus korrespondiert der Weihnachtsbaum mit den aus Stahl geschaffenen Skulpturen „Wir, alle“ und „Mut“, die ebenso auf dem Festivalgelände zu bestaunen sind.

EISSKULPTUR „DEMOKRATIE“

Das Wort „Demokratie“ steht zehn Meter lang und 1,50 Meter hoch ab dem 23.11. am Festivaleingang, gehauen aus Eis. Langsam schmilzt diese Skulptur. Ein Kunstwerk, das zum einen für Vergänglichkeit steht, zum anderen daran erinnert, unsere Werte zu bewahren und Freiheit und Friedfertigkeit zu verteidigen. Produziert wird diese Eisskulptur klimafreundlich mit Solarstrom.

WOHNZIMMER DEMOKRATIE

Gestaltet von Anna Allkämper

Ein gemütliches Wohnzimmer, nett eingerichtet, mit vielen Bildern an der Wand. So könnte es irgendwo in Deutschland stehen und wirft als Installation die Frage auf: „Welches Land, welche Stadt wollen wir sein?“ Eine offene Gesellschaft lebt vom Mitmachen. Davon, dass sie jeden Tag aufs Neue verteidigt wird. An der Bushaltestelle. Im Schulhof. An der Wahlurne. Und: im eigenen Wohnzimmer.

URBAN ART muca

Gemeinsam mit dem Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) lädt Tollwood drei renommierte Urban-Art-Künstler ein, Flächen auf dem Festivalgelände zu gestalten.

Mazal: Slumdog

Lapiz: Stencils

Seinen künstlerischen Weg begann er damit, sozialkritische Poster in den Straßen Neuseelands zu kleben. Während seiner Zeit in Buenos Aires nahm er den Künstlernamen Lapiz (Spanisch: Bleistift) an und zeichnet von nun an mit seinen großformatigen Stencils Geschichten und Ideen an die Wand. Inspiration findet er in sozialen, ökologischen und aktuellen Themen der Weltpolitik. So waren einige seiner Werke 2015 während des Weltklimagipfels in Paris zu sehen.

Mazal: Mixed Art Media

Der Münchner Künstler Matthias Mross, alias Mazal, hat laut eigener Aussage seit seiner Jugend nie mit dem Malen aufgehört. Nach Reisen durch Asien entwickelte er einen individuellen und markanten Stil, der geprägt ist von detailreichen Motiven aus den Slums dieser Länder: Dicht aneinandergereihte Wellblechhütten, riesige Müllberge und grausame Hahnenkämpfe sind wiederkehrende Elemente dieser Arbeiten.

Patrick Hartl: Calligraffiti

Der Münchner Patrick Hartl studierte Kommunikationsdesign und Kalligraphie, doch sein künstlerisches Herz gehört seit jeher der Street-Art-Form Graffiti. Hartl verbindet in der Kunstform „Calligraffiti“ die Lesbarkeit der Lettern mit der freien und assoziativen Deutung von abstrakten Formen. Wobei ihn weniger das fertige Kunstwerk fasziniert als vielmehr der Prozess der Entstehung als „Visualisierung der menschlichen Bewegung“.

Andrey von Schlippe

ZAUNGESTALTUNG

Der Künstler Andrey von Schlippe gestaltet seit vielen Jahren die Umzäunung für das Winterfestival. Auch in diesem Winter hat er sich mit dem aktuellen Motto beschäftigt: „Wir, alle“

Andrey von Schlippe

PLANETENSYSTEM

„Weißt Du, wie viel Sterne stehen …?“ Keiner weiß es, und es gibt auch nur wenige Wissenschaftler, die sich diese Milliarden mal Milliarden vorstellen können. Im Himmel über Tollwood entsteht eine Art „Stellvertreterkunstwerk“ über den Köpfen der Besucher: ein klitzekleines, nur 300 Planeten großes Himmelssystem, sozusagen ein Himmel auf Erden, von Andrey von Schlippe, geschaffen für das Festival.

Ludwig Frank

LICHTSÄULEN & TORE

„Hereinspaziert“ rufen die Lichtpagoden und kunstvollen Tore an allen Festivaleingängen dem Publikum entgegen. Der Tollwood-Künstler Ludwig Frank heißt so im Namen des Festivals die Besucher mit seinen bunt strahlenden Werken willkommen.

SpY

© SpY

SpY

DEMOCRACY

Man kann den Bleistift nehmen und damit das Wort „Democracy“ schreiben, oder einen Kugelschreiber. Oder man benutzt Zwei-Cent-Münzen dafür wie der spanische Urban-Art-Künstler SpY, einer der bekanntesten seines Genres. Und formt damit das Wort zur Kunstformen – elf Meter lang aus Tausenden Geldstücken. Und dann beobachtet man, ob die Menschen die Werte, die in diesem großen Wort stecken, am Ende nicht doch aufs Monetäre reduzieren – und das Werk Stück für Stück (ver)schwindet …

Torsten Mühlbach und Bruno Wank Shopping Mall

Torsten Mühlbach und Bruno Wank

SHOPPINGMALL

Kaufen, kaufen, kaufen. Der Einkaufswagen ist Inbegriff einer modernen Konsumgesellschaft. In der Installation „Shoppingmall“ zeigen Künstler aus München und dem Allgäu, welches Potential in diesem Gegenstand steckt. Die Münchner Künstler Bruno Wank und Torsten Mühlbach haben diese Kunstkombination, die die Zuschauer auch nachdenklich stimmt, kuratiert.

IMAL

Das International Munich Art Lab (IMAL) bietet Jugendlichen eine einmalige Chance, sich ein Jahr lang mit Kunst in (fast) allen Sparten auseinanderzusetzen – ob Bildende Kunst, Neue Medien, Urban Arts oder Cross Media. Das Besondere: Professionelle Künstler und Sozialpädagogen fördern ganz individuell die Jugendlichen, die keine Zugangsvoraussetzung mitbringen müssen. Für den Weltsalon haben sie ein Werk erschaffen, das den Blick junger Menschen auf unsere Gesellschaft widerspiegelt. IMAL wird gefördert von der Landeshauptstadt München (Sozialreferat, Kulturreferat, RAW) und dem Europäischen Sozialfond, ESF in Bayern.

God’s Entertainment

GEFÄHRLICHE PASSAGE

Ob alt oder jung, reich oder arm, schwarz oder weiß: Wir alle taumeln auf dem schmalen Grat, den wir Demokratie nennen. Von Regierungen ausgehöhlt oder vom Populismus verzerrt, wird dieser Grat immer schmaler. In Anlehnung an Carl Spitzwegs Werk „Gefährliche Passage“ lädt das renommierte Wiener Künstlerkollektiv God’s Entertainment dazu ein, auf der Passage über einen mit Tinte gefüllten Pool zu balancieren. Jeder Fehltritt bedeutet den Absturz. Und wer fällt, ist gezeichnet. Was sich auf der anderen Seite verbirgt, wird nicht verraten. Nur so viel: Es lohnt sich!

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Winterfestival

23.11. – 31.12. | Markt bis 23.12. | So 26.11. geschlossen | Theresienwiese

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