22. Januar 2018

33.000 fordern Agrar- und Ernährungswende

Das Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ demonstrierte erneut in Berlin für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

BERLIN/MÜNCHEN. München hat es noch immer satt. 33.000 UnterstützerInnen des Aktionsbündnisses „Artgerechtes München“ demonstrierten am Samstag, den 20. Januar in Berlin bei der Kundgebung „Wir haben es satt!“ gegen die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Zum achten Mal zogen Landwirte und Verbraucher zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und anlässlich der internationalen Agrarministerkonferenz vom Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor. Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten“ demonstrieren sie für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, eine artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und eine weltweite Agrarwende.

Seit der Gründung 2015 nehmen die Bündnispartner des Aktionsbündnisses „Artgerechtes München“ jedes Jahr an der Kundgebung teil. Dieses Mal waren über 15 Bündnispartner unterschiedlicher Organisationen dabei, u. a. Vertreter von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Slow Food, PROVIEH, Genussgemeinschaft Städter und Bauern e. V. und Nord Süd Forum, um die Aktion zu unterstützen. Mit dabei hatten sie einen besonderen Hingucker: Ein Bauer aus der Nähe von Ansbach ist mit seinem Traktor angereist – und der war mit mehreren Bannern des Aktionsbündnisses eindrucksvoll dekoriert.

Aktuell zählt das Bündnis rund 50.000 Unterstützer: Unternehmen wie die Hofpfisterei und Münchner Kindl Senf, Verbände wie die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V., Slow Food München, der Seniorenbeirat München oder PROVIEH sind ebenso dabei wie KünstlerInnen, MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen.

 

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