Die wichtigsten Fair Trade-Label
Lebensmittel, Textilien, Kunsthandwerk u.a.

Fairtrade / Transfair
Dieses Siegel ist das bekannteste Siegel des Fairen Handels. In rund 30.000 Supermärkten, Bioläden, Kaufhäusern, Drogeriemärkten, Weltläden und Fachgeschäften finden Sie Produkte, die dieses Siegel tragen. In Deutschland wird es u.a. für Lebensmittel, Bananen, Fruchtsäfte, Kaffee, Kakao oder Reis, sowie für Baumwolle, Blumen und Sportbälle vergeben. Gut 50 Prozent der angebotenen Produkte sind zusätzlich mit dem Bio-Siegel zertifiziert. www.fairtrade-deutschland.de

BanaFair
BanaFair vermarktet Fair Trade- und Biobananen von Kleinbauernorganisationen aus Lateinamerika und der Karibik, kooperiert eng mit den Gewerkschaften der PlantagenarbeiterInnen und finanziert soziale und ökologische Projekte in den Anbauregionen. www.bananafair.de
Xertifix
Das Xertifix-Siegel zeichnet Steine aus fairem Handel aus. In indischen Steinbrüchen verrichten Kinder härteste Arbeit – oftmals nicht freiwillig, sondern weil sie die Schulden ihrer Eltern (Stichwort Schuldenknechtschaft) abtragen müssen. Xertifix kämpft gegen diese extreme Form der Ausbeutung und garantiert Natursteine aus Indien, die ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. www.xertifix.de

EZA
EZA arbeitet mit ca. 140 Organisationen aus Lateinamerika, Afrika, Asien und dem Nahen Osten zusammen – mehrheitlich Kleinbauern und -bäuerinnen und Handwerksvereinigungen. Das Angebot reicht von Lebensmitteln über Kunsthandwerk bis zu Bekleidung und Naturkosmetik. www.eza.cc
dwp
dwp wurde 1988 von Weltläden der Region Oberschwaben als dritte-welt partner GmbH gegründet. dwp ist Mitglied der WFTO, dem weltweiten Dachverband des Fairen Handels. Erhältliche Produkte sind u.a. Kunsthandwerk, Kaffe, Tee, Gewürze, Schokolade, Mangoprodukte, Feinskost/Snacks. www.dwp-rv.de

El Puente
Die El Puente GmbH mit Sitz in Hildesheim ist nach der GEPA Deutschlands zweitgrößter Importeur von Produkten des Fairen Handels. Der spanische Begriff bedeutet 'Brücke'. Ziel der Arbeit von El Puente ist, durch fairen Handel Entwicklungsmöglichkeiten für Betriebe in strukturschwachen Ländern zu ermöglichen. El Puente arbeitet mit Kleinbetrieben und Genossenschaften in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen und bringt ihre Produkte nach Deutschland. El Puente führt eine breite Palette von Produkte, u.a. Lebensmittel, Kunsthandwerk, Textilien, Musikinstrumente, Wohnacessoires u.v.m. www.el-puente.de

GEPA
Die GEPA ist die größte Fair-Handelsorganisation in Europa mit mehr als 30-jähriger Erfahrung in sozial und ökologisch verantwortungsbewusstem Handel: Die GEPA war zum Beispiel Pionier bei der Einführung von fair gehandeltem Biokaffee. Sie verfolgt soziale Ziele. Die Handelspartner sind rund 160 Genossenschaften, Vermarktungsorganisationen und engagierte Privatbetriebe in etwa 40 Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens. Gepa führt Food und Non-Food-Produkte, u.a. Bälle, Schals, Tücher, Kaffee, Tee, Körner, Teigwaren, Churneys/Soßen, Süßes, Getränke, u.v.m. www.gepa.de

WFTO
Die World Fair Trade Organisation ist der Internationale Dachverband des Fairen Handels. Die WFTO hat ein eigenes Monitoring-System und Label. Mitglieder sind Akteure des Fairen Handels sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden. www.wfto.com
Holz

FSC
Der FSC (Forest Stewardship Council) ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern. Er wird von Umweltorganisationen (WWF, Greenpeace, NABU, Robin Wood, u.a.), Sozialverbänden (IG BAU, IG Metall, u.a.), sowie zahlreichen Unternehmen unterstützt. Weitere Adressen und nähere Informationen erhalten Sie unter www.fsc-deutschland.de
Textilien, Teppiche

GoodWeave
Dieses Siegel signalisiert, dass Teppiche ohne Kinderarbeit hergestellt wurden und dass Erwachsene den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten. Wichtigste Bezugsadressen für GoodWeave-Teppiche sind die Versandhäuser Otto-Versand, Heine, Klingel sowie zahlreiche Einzelhändler wie die Talis Vertriebs GmbH oder RugStar. Weitere Adressen und nähere Informationen erhalten Sie unter www.goodweave.de

Lamu Lamu
Diese Eigenmarke der Landjugend steht für ökologisch erzeugte und fair gehandelte Textilien, wobei die Kriterien des IVN Naturtextil (siehe Naturtextil Best) gelten. Aus dem Verkauf fließt ein bestimmter Betrag in einen Sozialfond, der von den Arbeitern der Produktionsfirma verwaltet wird. www.lamulamu.de
Ecoproof
Neben der Einhaltung der ökologischen Kriterien, ist Voraussetzung, dass soziale Standards, wie z.B. das Verbot der Kinderarbeit, und die Richtlinien der ILO (International Labour Organization) eingehalten werden.

Naturtextil Best
Im Gegensatz zu Naturtextil Better gelten für Naturtextil Best auf der Stufe der Textilverarbeitung bestimmte Sozialkriterien. Diese sind u.a. das Verbot der Zwangs- und Sklavenarbeit, Verbot der Kinderarbeit, sichere Arbeitsstätte, Recht zur Gewerkschaftsgründung bzw. zu deren Beitritt. www.naturtextil.com

Fair Wear Foundation
Die Fair Wear Foundation prüft den Herstellungsprozess von Textilien entlang der gesamten Produktionskett. Mit einem Code of Conduct werden Mitglieder der Foundation aufgefordert auch die vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen auch in den Firmen durchzusetzen, mit denen sie Geschäfte machen. Der Code of Conduct verlangt unter anderem: Ausschluß von Kinderarbeit und Zwangsarbeit, Versammlungsfreiheit und Zahlung von Mindestlöhnen. www.fairwear.org

BioRe
Siegel für ökologisch und fair gehandelte Textilien. Neben der Einhaltung ökologischer Kriterien steht dieses Gütesiegel für die Einhaltung bestimmter Sozialstandards wie das Verbot der Kinder- und Zwangsarbeit, gesundes und sicheres Arbeitsumfeld, keine Diskriminierung, regulierte Arbeitzeiten, Mindestlöhne und gesetzlich vorgesehene soziale Beiträge. www.biore.ch
Labelstep
Mit diesem Siegel werden Import- und Handelsunternehmen ausgezeichnet, wenn diese beim Einkauf ihrer Produkte den Verhaltenskodex von Labelstep einhalten. In diesem Kodex wird ua das Verbot der Kinderarbeit, faire Löhne, menschenwürdige Arbeitsbedingungen als auch ökologische Herstellungsverfahren, festgehalten. Sitz von Labelstep ist Österreich, dort gibt es 40 Verkaufsstellen. www.label-step.org

