Der »Markt der Ideen«: vielfältig und fair

- Foto: TransFair e.V.
Zwei Milliarden Menschen – vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländer – verdienen trotz härtester Arbeit weniger als zwei Dollar pro Tag. Ein Auskommen, geschweige denn nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten sind unter diesen Umständen nicht möglich. Gefordert ist hier nicht nur die Politik – auch wir als Verbraucher können viel bewegen! Durch den Kauf fair gehandelter Produkte unterstützen wir gerechte Handelspartnerschaften, die es auch den Produzenten in ärmeren Ländern ermöglichen, durch ihre Arbeit einen angemessenen und würdigen Lebensstandard zu erreichen.
Was bedeutet Fairer Handel konkret?
- Gerechte Preise: Die Produkte erzielen einen angemessenen und stabilen Preis, der auch bei den Produzenten und Arbeitern ankommt und ihnen ermöglicht, sich und ihre Familien zu ernähren. Fairer Handel bekämpft Armut. Und er trägt dazu bei, dass Kinder zur Schule gehen können statt in Fabriken schuften zu müssen.
- Gleichberechtigung: Männer und Frauen sind gleichberechtigt, sie erhalten gleiche Löhne für gleiche Arbeit und haben die gleichen Rechte.
- Keine Zwangs- und Kinderarbeit
- Menschenwürdige Arbeitsbedingungen: Darunter versteht man keine überlangen Arbeitszeiten, keine gesundheitsgefährdenden, menschenunwürdigen Arbeitsplätze und das Recht Gewerkschaften zu gründen, in denen die Arbeiter gemeinsam ihre Interessen vertreten können.
- Langfristige Handelsbeziehungen: Die Menschen in ärmeren Ländern können sich darauf verlassen, dass ihre Produkte abgenommen werden – und zwar zu verlässlichen Preisen, die nicht von schwankenden Weltmarktpreisen abhängig sind.
- Umweltschutz: Beim Fairen Handel wird auch auf eine möglichst umweltfreundliche Produktion geachtet.
Fairer Handel und Tollwood

- Foto: Sigi Müller
Auch Tollwood möchte mit seinen gastronomischen Angebot und dem »Markt der Ideen« einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit leisten. Das Angebot an Produkten, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden, wird kontinuierlich ausgebaut. So stammen beispielsweise bereits Bananen, Reis, Tee, Kaffee, Zucker, Wein und Kakaoprodukte aus Fairem Handel. Das Engagement für eine gerechte Welt erfordert von Ausstellern, die Textil-, Schmuck- oder Kunsthandwerksprodukte anbieten, großen persönlichen Einsatz: Für viele dieser Produkte und Rohstoffe gibt es derzeit noch keine anerkannten Siegel. Viele Aussteller pflegen jedoch seit Jahren persönliche Beziehungen zu ihren Lieferanten und kennen die Produktionsbedingungen vor Ort. Wo Siegel des Fairen Handels derzeit noch nicht verfügbar sind, werden Herstellererklärungen eingefordert. In regelmäßig stattfindenden Workshops und begleitet von Experten des Fairen Handels werden zudem aktuelle Informationen und faire Bezugsquellen ausgetauscht.
Weiterführende Informationen
Eine Übersicht der Marktaussteller auf dem »Markt der Ideen« und das Diskussionsforum zum Fairen Handel finden Sie [hier >>].
Die bekanntesten Fair Trade Siegel und Marken des Fairen Handels, die beim Einkauf Orientierung geben können, finden Sie [hier >>].
Jeder von uns kann einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten - jeden Tag! Wie Sie aktiv werden können, finden Sie [hier >>].
Welche Aktionen und Projekte es zum Fairen Handel gibt, lesen Sie hier [hier >>]
Weitere Links zum Thema finden Sie [hier >>].





